Jüngste Entwicklungen in Sachen N1

In Sachen N1 Fonds habe ich mittlerweile Kenntnis davon erlangt, dass offensichtlich in einigen Fällen bereits Vergleichsangebote vermittelnder Banken vorgelegt wurden bzw. mit geschädigten Anlegern diskutiert worden sind.

Nach Auffassung mehrerer,  mit  der Angelegenheit bereits intensiv beschäftigter Anwaltskanzleien, mit denen mein Gutachterbüro in ständigem Kontakt steht, ist dies natürlich dem Grunde nach erfreulich denn es zeigt, dass wohl offenbar Fehler im Rahmen der Vermittlung zumindest nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen werden- ansonsten würden wohl kaum die Vergleiche diskutiert.  

Allerdings ist nach Auffassung aller Anwälte zunächst einmal Vorsicht geboten, was die angebotene Höhe der Vergleichssummen angeht, denn hier wird oft in Anbetracht der jeweiligen Schadenshöhe schlechterdings zu wenig geboten und Vergleiche beenden eben auch in der Regel eine Sache endgültig.

Die Anwälte sehen zudem gute rechtliche Anhaltspunkte für die gerichtliche Durchsetzung der Haftung der vermittelnden Banken unter dem Gesichtspunkt der so genannten Berater- oder Vermittlerhaftung. Hier sollten nach Auskunft der Anwälte voreilige, verbindliche Vereinbarungen vermieden werden.  Sicherlich ist es sinnvoll hier Chancen und Risiken mit einem auf das Anlage- und Bankenrecht spezialisiertem Anwalt zu erörtern, der Ihre Interessen ggfs. mit der notwendigen Kompetenz gegenüber den vermittelnden Banken und/oder sonstigen Verantwortlichen vertreten kann.

Da ich als Sachverständiger keine Rechtsauskünfte geben darf, empfehle ich bei Interesse bezüglich der Rechtslage den koordinierenden Rechtsanwalt direkt zu kontaktieren.

Auf Anfrage stelle ich auch gerne einen entsprechenden Kontakt her.