Vorab ein aktueller Artikel zum Thema der wiwo.de, Februar 2008

Bankberater packen aus: "Ich habe Sie betrogen"

Zwischenzeitlich hat auch die Tagespresse im Norden Schleswig Holsteins das Thema aufgegriffen und schreibt in der Ausgabe vom 14.02.2008:

Sicherheit geht vor: Geldanlage im Alter gründlich prüfen


Nennen Sie auch ein sogenanntes innovatives Finanzprodukt namens "Geschlossener Fonds" ihr Eigentum?

Geschlossene Fonds mit verborgenen Gefahren

Haben auch Sie in einen so genannten geschlossenen Fonds investiert?

Sie haben Glück, wenn dieser dann auch wirklich die,  ja fast immer zunächst versprochene, gute Performance aufweist. Oft aber klaffen die prospektierten Hoffnungen und die geschäftlich erreichte Wirklichkeit im Ergebnis ganz erheblich auseinander.

Sogar  Totalverluste der Einlagen kommen bei der späteren Bewertung oder im Rahmen einer gutachterlichen "Tiefenprüfung" in der Praxis leider sehr viel öfter vor, als das den Anlegern bei Zeichnung jemals bewusst gewesen ist oder ins Bewusstsein gerückt wurde.

Oftmals wurden in den Auflagebroschüren die mitunter ganz erheblichen Anlagerisiken nicht genügend oder sogar verzerrt dargestellt- wenn denn überhaupt die Übergabe eines entsprechenden Prospektes erfolgt war.

Geradezu verheerend kann die Investition in geschlossene Fonds dann werden, wenn, wie etwa bei GbR Fonds, eine persönliche Haftung besteht oder Nachschusspflichten entstehen etwa weil  steuerliche Vorteile von den Finanzbehörden aberkannt werden, jüngst geschehen bei einigen Medienfonds.

Was tun in einer solchen Situation?

Weder Panik noch Passivität sind dann das Gebot der Stunde. Auch sollte man weder "Beruhigungsstrategien " der Verantwortlichen nach dem Motto: "Das Geld ist nun mal weg, da hat sich ein Risiko realisiert" oder Ausreden wie " Sie können da nichts machen und schmeißen Sie kein gutes Geld schlechtem hinterher" ohne Prüfung akzeptieren.

Oft gibt es noch gute Chancen, sich zur Wehr zu setzen und diese steigen sogar in dem Maße, wie Sie als Anleger ggf. über den sprichwörtlichen Tisch gezogen wurden. Die zahlreichen, bundesweiten, anlegerfreundlichen Urteile sprechen mittlerweile eine ganz andere Sprache, als dies die Initiatoren, Vermittler und die sonstigen möglichen Verantwortlichen tun! Lassen Sie sich also in Verlustfällen nicht erneut hinters Licht führen.

Überprüfen Sie den Sachverhalt gründlich, nehmen Sie Kontakt zu anderen Geschädigten auf und nehmen ggf. auch die Hilfe eines auf die Rechtsmaterie spezialisierten Anwalts in Anspruch. Vogelstraußpolitik war jedenfalls noch selten ein guter Ratgeber und eröffnet schwachen oder unseriösen Anbietern, die für Verluste zur Verantwortung gezogen werden könnten Tür und Tore.