Zur Bedeutung der öffentlichen Bestellung in Deutschland

Die Berufsbezeichnung des Gutachters oder Sachverständigen ist in Deutschland nicht geschützt.

Die öffentliche Bestellung nach § 36 GewO hat deshalb die Aufgabe, der Öffentlichkeit die Suche nach einem Sachverständigen zu erleichtern und ihr uneingeschränkt vertrauenswürdige, fachlich besonders qualifizierte Fachleute namhaft zu machen. Die Öffentlichkeit soll somit die Möglichkeit erhalten, sich solcher Personen als Sachverständige zu bedienen, denen bei der Ausübung ihres Gewerbes gesetzlich eine besondere Glaubwürdigkeit beigelegt ist und die ausweislich der öffentlichen Bestellung eine besondere Gewähr für Zuverlässigkeit und berufliche Qualifikation bieten. Die Kennzeichnung von Sachverständigen mit ihrer öffentlichen Bestellung erfüllt somit unmittelbar Bedürfnisse der Justiz, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit.

Dieser Sachverhalt wird auch durch die §§ 404 Abs. 2 ZPO und 73 Abs. 2 StPO bekräftigt, die in ihrer Kernaussage aussagen, dass "wenn für gewisse Arten von Gutachten Sachverständige öffentlich bestellt sind, so sollen andere Personen nur dann gewählt werden, wenn besondere Umstände es erfordern".

Weitere und ausführlichere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie dort:

IHK Flensburg

IHK, Sachverständigenverzeichnis

Bundesministerium der Justiz/JURIS


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